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Rettungsdienst Tirol GmbH – bewährtes Konzept der Kooperation. Einer für Alle

Ob  Verkehrsunfall, Herzinfarkt, Schlaganfall, ein Krankentransport, oder vieles mehr … der Österreichischen Rettungsdienst ÖRD ist auch im Bundesland Tirol einsatzbereit.

Nachdem die Bietergemeinschaft Rettungsdienst Tirol integriert mit dem  Österreichischen Rettungsdienst den Auftrag zur Besorgung des Rettungsdienstes in Tirol bekommen hat, nahm der organisierte Rettungsdienst mit 1. Juli 2011 seine Arbeit auf.

Die gesamte Organisation benennt sich nun als “Rettungsdienst Tirol GmbH” Der bodengebundene Rettungsdienst wird im gesamten Bundesland Tirol von dieser organisiert und durchgeführt.

Mit ca. 4.000 freiwilligen und rund 500 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie rund 500 Zivildienstleistenden in Tirol mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Partnerorganisationen – Samariterbund Tirol, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hospitaldienst und Österreichischer Rettungsdienst ÖRD – werden jährlich rund 320.000 Patienten betreut. Von insgesamt über 50 Rettungs- und 13 Notarztstützpunkten aus werden die 750.000 Einwohnerinnen und Einwohner und die Gäste Tirols – immerhin 45 Millionen Nächtigungen jährlich – rund um die Uhr schnell und zuverlässig versorgt.

„First Responder“ leisten und ergänzen in vielen Regionen Tirols „direkt in unmittelbaren Nachbarschaft eines Notfalls“ bis zum Eintreffen eines Notarztes/Rettungswagens die erste medizinische Versorgung.

Durch die Neuorganisation des Rettungsdienstes in Tirol wird mit einem modernen, transparenten, wirtschaftlichen und qualitativ hochwertigen Rettungsdienst die Gesundheitsversorgung der Tiroler Bevölkerung auch zukünftig sichergestellt werden. Bisher hatten die einzelnen Gemeinden die Rettungsdienste zu organisieren.

ÖRD BSR Peter KAHN mit GF Mag. Ing. M Eberharter von der Leitstelle Tirol GmbH

Die Aufgaben der Rettung machen aber nicht an den Gemeindegrenzen halt.

Durch modernste Technik, gute Ausbildung  und regelmäßige Weiterbildungen kann auch der ÖRD, integriert in dieser Bietergemeinschaft Rettungsdienst Tirol die Bevölkerung im Ernstfall optimal versorgen.

Menschlichkeit ist unser Weg!

Orientierung / Kompass / Karte

Am 19.02.2019 trafen sich die Hundeführer des ÖRD aus den Bezirksstellen Ennstal und OÖ Süd in der Marktgemeinde Haus i. Ennstal, um Ihre Kenntnisse in Umgang mit Karte und Kompass zu erlernen und aufzufrischen.

Unser Bundespressereferent Andreas Stuprich versuchte, so gut es geht in einem Lehrsaal, die Grundlagen der Kartenkunde zu vermitteln. Zuerst wurde ein Theorieteil absolviert, indem die Mitarbeiter über die Eigenschaften der verschiedenen Karten hörten und gezeigt bekamen. In weiterer Folge wurden die verschiedenen Möglichkeiten erläutert, wie man sich mit GPS-Gerät, Smartphone oder Kompass und Kartenteiler im Geländer orientieren kann.
Dabei tauchten natürlich immer wieder sehr interessante Fragen von unseren TOP MOTIVIERTEN Hundeführern auf, die in die Schulung mit eingebaut wurden und alle an der Lösung mitarbeiteten.
Bei einem der nächsten Trainings werden die ÖRD Hundeführer das gehörte und erlernte in die Praxis umsetzen, damit im Einsatzfall, bei der Suche nach vermissten Personen, eine sichere Handhabung gewährleistet ist.

Menschlichkeit ist unser Weg

Unfallverhütung vor Erste Hilfe. ÖRD Sanitätsmotorräder und Land Salzburg kooperieren!

Täglich, aber komprimiert, an den besonders verkehrsreichen Urlaubsreisezeiten geschehen Verkehrsunfälle, kritische Verkehrssituationen und Krankheitserscheinungen aller Art, entlang dieser Reiserouten.

In Österreich betrifft das vorwiegend  Autobahnverbindungen von  Norden nach Süden, die A 10 Tauernautobahn, A 1 Westautobahn, A 8 / 9 Pyhrnautobahn  und die Bundesstraßen 320 / E 651 (Ennstal Bundesstraße) und B 99 über den Radstädter Tauern.  

„VORBEUGEN ist besser als Heilen“. Unter dieser Erkenntnis führt der ÖRD seit 1982 die mobilen Sanitätswachen entlang diesen neuralgischen Strecken mit Einsatz der ÖRD Sanitäts-Motorradstaffel.

In einer Studie wurde festgestellt:  Nach einem Unfall beträgt die Erfolgsquote bei einem Notfalleinsatz innerhalb 2 Minuten 92 %. Bereits 4 Minuten später sinkt die Quote auf 11 % . 
Diese erschreckende Tatsache erklärt sich dadurch, dass oftmals nicht die eigentliche Unfallverletzung den fatalen  Ausgang herbeiführt, sondern die Beeinträchtigung oder der Ausfall  von „vitalen Funktionen”, wie Atmung und Kreislauf. Der Tod tritt oft nur deshalb ein, weil das Opfer ohne sofortige Hilfe nicht überleben kann.

Es wurde dieses Faktum übernommen und aus praktischen Erkenntnissen des Unfallgeschehens  ab 1982 den erstmaligen Einsatz von SANITÄTSMOTORRADSTREIFEN in Österreich – und wahrscheinlich erstmals in EUROPA – zu planen begonnen und fortan praktisch eingesetzt.

Somit ist es  schneller möglich, die Lücke zwischen dem Eintreten des Notfalles und dem Eintreffen der organisierten Rettungskette besser zu schließen.
Bewusstlosigkeit, Unterzuckerung, Diabetes, Übelkeit und vieles Andere sind tägliche Begleiter von Menschen in Verkehrsströmen, die zu Ursachen von Unfällen zählen.

Die Vorbeugung:
Der ÖRD versucht daher rechtzeitig in Staubereichen diese  MUSTER von Gefahren möglichst in der Entstehung  zu erkennen, um folglich Unfälle und Akuterscheinungen  zu vermeiden.
Das Land Salzburg – die Salzburger Landesregierung – unterstützt diese Dienste des ÖRD mit finanziellen Mittel.

ÖRD – Menschlichkeit ist unser Weg

GIB8 und AUGENauf – Unfallverhütung erhält Leben und Gesundheit!

GIB8, das Programm zur Senkung von Unfallzahlen im Verkehr und  Freizeit war bereits 2009 ein vom Land Salzburg initiiertes Förderprogramm zur Verhütung von Unfällen mit guten Erfolgsquoten, dem sich auch der Österreichische Rettungsdienst ÖRD vor allem mit seiner Rettungs- Motorradstaffel im täglichen Unfall Verhütungsdienst intensiv beschäftigte. Was bewirkt die Initiative GIB8 und AUGENauf ? 

Nun, was die Umsetzung dieses ursprünglichen Programms des Salzburger Landeshauptmannes Dr. Wilfried HASLAUER im Dienstbereich des ÖRD betrifft war – nein ist – der Grundgedanke für GIB8 im täglichen Dienstgeschehen unverändert präsent.

Unfallverhütung ist ein wesentlicher täglicher Tätigkeitbereich beim ÖRD. GIB8 heisst AUGENauf, schauen, sehen, hören für jeden Sanitäter und Mitarbeiter des ÖRD nicht nur während des täglichen Dienstes, sondern auch in der Privatzeit. Beschäftigt man sich einmal intensiv mit Unfallverhütung und seine möglichen Maßnahmen, bekommt man ein Gespür für kritische Situationen.
Man entwickelt ein gewisses Muster dafür, was gefährlich für sich selbst und Andere sein kann.

Nun kommt es letztlich auch darauf an, nicht nur Gefahrenmuster zu erkennen, sondern auch die Courage und den Willen aufzubringen, diese Kenntnisse im täglichen Geschehen umzusetzen.
Für den täglichen Alltag, ob als Sanitäter der ÖRD Sanitäts- Motorradstaffel, Mobile Sanitätswache, ÖRDcare, einer anderen ÖRD Sanitätseinheit, oder auch am eigenen Arbeitsplatz ist die Initiative GIB8 und AUGENauf keine gewesene Initiative, sondern nach wie vor gelebter Alltag.

Es ist im ÖRD erhofft, dass es einer Erneuerung dieser Aktion GIB8 in Verbindung mit AUGENauf durch das LAND SALZBURG rechtfertigen würde, um den Grundgedanken der Unfallverhütung der allgemeinen Bevölkerung wieder in Erinnerung zu rufen und zu sensibilisieren.

Beim ÖRD sind wir weiterhin auf GIB8 eingestellt und haben die AUGENauf. Jedes Jahr, jedes Monat, jeden Tag, 24 Stunden lang.

ÖRD – Menschlichkeit ist unser Weg

Der ÖRD unterstützt Nachhaltigkeit


(Bild:Stadt Salzburg re-use Sammlung 4)

Nachhaltigkeit im alltäglichen Umfeld und in vielen Lebenslagen.
Ein Beispiel von Nachhaltigkeit das nicht nur praktisch ist, sondern vielfach so richtig Geld spart. 
Ein Gerät, das kaputtgeht, ist nicht am Ende seines Wertes. Es ist ein guter Grund um einen der vielzähligen Repair Cafés, die es bereits europaweit gibt, einen Besuch abzustatten! 

Gratis reparieren mit Hilfe von erfahrenen, freiwilligen Helfern 

Wir beim ÖRD glauben fest an das Reparieren statt Wegwerfen! Oft haben Ihre Geräte eine viel längere Lebensdauer als Sie denken. Reparieren ist oft eine günstigere Alternative zur Neuanschaffung und hilft, dass Abfallberge weniger schnell anwachsen, was gut für die Umweltind in weiterer Folge gut für uns Menschen ist. Reparieren Sie im Repair Café!

Repair Cafés sind frei zugängliche Reparatur-Veranstaltungen, organisiert von und für lokale Gemeinschaften. Sie werden von Freiwilligen organisiert und dieses einzigartige Konzept besteht nun aus Hunderten von Repair Cafés weltweit. Möchten Sie wissen ob eine Veranstaltung im Repair Café in Ihrer Nähe stattfindet? Klicken Sie hier für die Karte von Repair Café International um die aktuellen Standorte der Repair Cafés zu sehen. Weiterhin viel Spaß mit Ihren alten Geräten.

Hundesuche mit gutem Ende

Shima nach ihrer Versorgung beim Tierarzt

Am 01.01.2019 um ca. 14:00 Uhr wurde der ÖRD Bezirksstelle Ennstal von Stefan Seggl um Hilfe bei der Suche nach seiner Hündin Shima, die in der Silvesternacht weggelaufen ist, gebeten. Um ca. 15:00 Uhr war das erste Team und ein Koordinator vor Ort und begannen mit der Herstellung einer Geruchsprobe und der Suche. Ungefähr 45 Minuten später waren 2 weiter Teams vor Ort. Nach ca. 4 Stunden wurde die Suche zwar erfolglos abgebrochen jedoch konnte das Suchgebiet erheblich eingegrenzt werden. Am 02.01.2019 konnte Shima, unweit der letzten Spuren, verletzt gefunden werden. Shima wurde von Ihrem Besitzer Stefan Seggl zum Tierarzt gebracht und versorgt und ist nun wieder wohlbehalten zuhause bei Stefan. Der Österreichische Rettungsdienst freut sich, daß dieser Einsatz ein so gutes Ende genommen hat und wünscht den Beiden noch alles Gute!!

Funkgerät beim Autofahren?

Funkgerät benützen beim Autofahren erlaubt! Verwaltungsgericht Wien urteilt durch Erkenntnis und Spruch vom 5. 12. 2018: Funkgerät benützen ist am Steuer NICHT verboten.

Das Verwaltungsgericht Wien erklärt per Beschluss, dass die Benutzung eines Funkgeräts während der Fahrt NICHT unter den Begriff des “Telefonierens” gemäß § 102 Abs 3. 5. Satz iVm § 134 Abs 3c KFG fällt und somit ohne Einschränkung erlaubt ist. Das geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgericht Wien vom 5. Dez. 2018  GZ VGW-031/007/136../…/.  hervor.

Gegen einen Autofahrer / Sanitäter war in Wien im Rahmen einer “Strafverfügung” eine Strafe von 70 Euro verhängt worden. Ein Polizeibeamter hatte Meldung erstattet, dass er “während des Fahrens ohne Benützung einer Freisprechanlage telefoniert” habe. Damit habe er gegen § 102 Absatz3 des österreichischen Kraftfahrgesetzes verstoßen. Darin heißt es u.a.: Zitat

(…) Während des Fahrens ist dem Lenker das Telefonieren ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung verboten. (…)

Der betroffene Autofahrer erhob gegen die Strafverfügung Einspruch und argumentierte, er habe ja nicht telefoniert, sondern ein Handfunkgerät verwendet und bedient und das sei ausdrücklich erlaubt. 
Die Strafbehörde LPD St. Margarethen weigerte sich die Aussage des Gesetzgebers, dem BMfit (Bundesministerium Verkehr) zu entsprechen und so landete der Fall vor dem Verwaltungsgericht Wien.

Der Betroffene begründete den Einspruch und die spätere Beschwerde an den VGW damit, dass das, was die Polizeibeamten gesehen haben, kein Telefon gewesen sei, sondern ein Funkgerät, was der Polizist auch nicht bestritt, sondern sogar bestätigte.
 
Der Beschwerdeführer legte dem Akt auch eine Auskunft des BMfit bei, das auf Anfrage exakt diese Meinung des Gesetzgebers wiedergab, wobei das Bedienen eines Funkgerätes während der Autofahrt erlaubt und dezidiert das Funken und das Telefonieren getrennt sieht.

Das Verwaltungsgericht Wien folgte nun dieser Auffassung des BMfit und der Beschwerde führenden Person in seiner Erkenntnis und hob sowohl die Strafverfügung auf und stellte das Verfahren gegen den Beschwerdeführer ein.
Zitat:
Aus dem strafrechtlichen Analogieverbot und dem klaren Gesetzeswortlaut der zitierten Bestimmung ergibt sich, dass dieses Gebot sich nur auf das Telefonieren, sowie auf sonstige Tätigkeiten mit einen Mobiltelefon bezieht.

Das Funken mit einem Handfunkgerät / Funkgerät erfüllt somit nicht den Tatbestand des  § 102 Abs. 3 5 Satz KFG und ist somit einwandfrei erlaubt.
Diese aktuelle Erkenntnis widerspricht somit eindeutig dem Erkenntnis eines Verwaltungsrichters aus Niederösterreich aus dem Jahr 2015 und ist nun eine richterliche Rechtssprechung, konform mit dem Gesetzestext des BMfit.

Info: office.bv@oerd.or.at 

Verunreinigung mit N-Nitrosodiethylamin

Produktionsbedingte Verunreinigung mit N-Nitrosodiethylamin (NDEA) im Wirkstoff Valsartan des Herstellers „Mylan Laboratory Limited“

BASG / AGES MEA Institut Überwachung Traiseng. 5, 1200 Wien, Österreich Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5 l 1200 Wien l ÖSTERREICH l www.basg.gv.at DVR: 2112611 1 of 4 Landeshauptleute, Landessanitätsdirektionen, Datum: 23.11.2018 Österreichische Apothekerkammer, Kontakt: Dr. Christoph Baumgärtel Österreichische Ärztekammer, Landesärztekammern, T: +43 505 55-36004, Fax: -36408 Universitätskliniken, E-Mail: basg_anfragen@basg.gv.at Krankenanstalten / Anstaltsapotheken  Österreichischer Rettungsdienst ÖRD E-Mail:   office.bv@oerd.or.at —  www.oerd.or.at

 Unser Zeichen: INS-640.001-2690-017 

Sehr geehrte Damen und Herren,

„Valsartan/HCT ratiopharm 80 mg/12,5 mg Filmtabletten“ und „Valsartan/HCT ratiopharm 160 mg/25 mg Filmtabletten“ (Wirkstoff: Valsartan) sind seit 16.08.2013 zur Behandlung von Bluthochdruck zugelassen. Im Rahmen weiterer Sartan-Überprüfungen (eine bestimmte Klasse von Blutdruckmitteln) wurde im Valsartan-Wirkstoff des Herstellers „Mylan Laboratory Limited“ in Hyderabad, Indien, eine Verunreinigung mit N-Nitrosodiethylamin (NDEA) festgestellt. NDEA und dessen verwandte Verbindung NNitrosodimethylamin (NDMA) sind von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO und der EU als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft.

Das Europäische Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM) hat daraufhin das bestehende CEP (= Eignungsnachweis für die Kontrolle der Qualität bei der Herstellung eines Wirkstoffes) des Wirkstoffherstellers „Mylan Laboratory Limited“ aufgehoben, um somit die weitere Verwendung des dort hergestellten Wirkstoffs Valsartan in der EU hintan zu halten. Daher wurde ein EU-weiter Rückruf und Untersuchungen betreffend des Ausmaßes der Verunreinigung der betroffenen Arzneispezialitäten gestartet.

Eine erste wissenschaftliche Bewertung des Gefährdungspotentials findet derzeit auf europäischer Ebene statt. Da solche Verunreinigungen aus dem Vorsorgeprinzip jedoch nicht zu tolerieren sind, wird ein Rückruf aller potentiell betroffenen Arzneispezialitäten durchgeführt. Weitergehende Untersuchungen sind europaweit aktuell im Laufen und werden von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) koordiniert und gemeinsam mit den Mitgliedstaaten abgestimmt. Ziel des Verfahrens ist es, zum Schutz der Patientinnen und Patienten europaweit harmonisierte Maßnahmen zu ergreifen.

Patientinnen und Patienten, die valsartanhaltige Arzneispezialitäten einnehmen, sollen die Arzneispezialitäten keinesfalls ohne Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt absetzen, da das gesundheitliche Risiko eines Absetzens um ein Vielfaches höher liegt als das mögliche Risiko durch eine Verunreinigung. Ein akutes Patientenrisiko besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Maßnahmen auf EU Ebene

Aufgrund der Identifikation der Verunreinigung und dem daraus resultierenden Entzug des CEPs durch die EDQM und der Veröffentlichung der EMA (https://www.ema.europa.eu/en/news/valsartan-mylanlaboratories- india-can-no-longer-be-used-eu-medicines-due-ndea-impurity) haben die Zulassungsinhaber die betroffenen Chargen vom Markt zurückgezogen.

Situation in Österreich

In Österreich sind folgende Arzneispezialitäten betroffen: Valsartan/HCT ratiopharm 80 mg/12,5 mg Filmtabletten Valsartan/HCT ratiopharm 160 mg/25 mg Filmtabletten Nicht alle Chargen enthalten den Wirkstoff des Herstellers „Mylan Laboratory Limited“, weshalb bei diesen beiden Arzneispezialitäten nur die betroffenen Chargen zurückrufen werden. Die Chargen mit Wirkstoff des alternativ verwendeten Herstellers „Jubilant Generics Limited“ sind von dieser Verunreinigung nicht betroffen und somit nicht Gegenstand des aktuellen Rückrufs.

Der Zulassunginhaber „Teva B.V.“ ruft in enger Abstimmung mit dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen nachfolgende Chargen auf Apothekenebene vom Markt zurück:

Bezeichnung der Arzneispezialität Zulassungsnummer Chargennummern Zulassungsinhaber Valsartan/HCT ratiopharm 80 mg/ 12,5 mg Filmtabletten 1-27777 0001586 0002626 0003214 0004745 0006204

6P601162  6P606334 Teva B.V. Valsartan/HCT ratiopharm 160 mg/ 25 mg Filmtabletten 1-27778 0000355 0000356 0001612 0003613 6P606289 6P606320 Teva B.V. Dem BASG liegen keine Nebenwirkungsmeldungen aus Österreich vor.

Empfehlungen des BASG

Empfehlungen für Patientinnen und Patienten:

Patientinnen und Patienten, die valsartanhaltige Arzneispezialitäten einnehmen, sollen die Arzneispezialitäten keinesfalls ohne Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt absetzen, da das gesundheitliche Risiko eines Absetzens um ein Vielfaches höher liegt als das mögliche Risiko durch eine Verunreinigung. Ein akutes Patientenrisiko besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.

Weitere Informationen:

 Presseaussendung der Europäischen Arzneimittelagentur (19.11.2018): https://www.ema.europa.eu/en/news/valsartan-mylan-laboratories-india-can-no-longer-be-used-eumedicines-due-ndea-impurity

 CEP-Informationen der EDQM: https://www.edqm.eu/en/actions-ceps

 Amtliches Rückrufschreiben (23.11.2018):

https://www.basg.gv.at/arzneimittel/amtliche-nachrichten/2018/

 Überprüfung der Valsartan-Medikamente – Update (03.08.2018):

https://www.basg.gv.at/news-center/news/news-detail/article/ueberpruefung-der-valsartanmedikamente-

update-1255/

 Sicherheitsinformation zum Valsartan Rückruf und betroffene Arzneimittel (05.07.2018):

https://www.basg.gv.at/news-center/news/news-detail/article/rueckruf-von-arzneimitteln-mit-wirkstoffvalsartan-

vom-chinesischen-hersteller-zhejiang-huahai-pharma/

 Amtliche Rückrufschreiben (05.07.2018):
https://www.basg.gv.at/news-center/news/news-detail/article/valsartan-1250/

PFANNER Schutzhelme für den ÖRD

„Sicherheit im Einsatz“ hieß es gestern bei der ÖRD Bezirksstelle Feldkirch. 
ÖRD Bezirksrettungskommandant  konnte die neuen, von der Firma PFANNER Schutzbekleidung gesponserten  Einsatzhelme durch Herrn Anton Pfanner entgegennehmen. 
Der Helm entspricht der neusten Technologie für Arbeitssicherheit und ist ein Produkt aus Vorarlberg. Somit sind die Mitglieder der ÖRD Bezirksstelle auch „Kopfgeschützt“. 
Wir sagen herzlichen Dank dem ganzen Pfanner Team aber ganz besonders Herrn Anton Pfanner.

Bundesamt für Gesundheit – Warnung JAKAVI 15 mg

BASG / AGES MEA Institut Überwachung, Traiseng. 5, 1200 Wien, Österreich Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5 l 1200 Wien l ÖSTERREICH l www.basg.gv.at DVR: 2112611

Landeshauptleute, Landessanitätsdirektionen, Datum: 25.10.2018; Österreichische Apothekerkammer, Kontakt: Dr. Christoph Baumgärtel; Österreichische Ärztekammer, Landesärztekammern, 
T: +43 505 55-36004, Fax: -36408
Universitätskliniken, E-Mail: enforcement@basg.gv.at; Krankenanstalten / Anstaltsapotheken; Österreichischer Rettungsdienst www.oerd.or.at

Unser Zeichen: 670077-29-18-INS  Rückruf „JAKAVI 15mg – Chargen: SAD42 und SM018“ aufgrund eines Fälschungsverdachtes

Dies ist ein vorsorglicher Rückruf zweier Chargen von JAKAVI 15mg bis zur Patientenebene  aufgrund eines Fälschungsverdachtes.  Es besteht nach derzeitigem Wissen KEINE akute Gesundheitsgefährdung. 

Das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen teilt mit: Dem Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen liegen Informationen vor, dass durch Paralleldistribution mehrere Packungen des Arzneimittels Jakavi 15 mg Tabletten, für die dringender Fälschungsverdacht besteht, in die legale Vertriebskette gelangt sind. Nach heutigem Stand handelt es sich ausschließlich um Packmittelfälschungen. Das bedeutet, dass sowohl der Blister Primärverpackung) als auch die Faltschachtel (Sekundärverpackung) nicht vom Originalhersteller produziert und auch von diesem nicht in Verkehr gebracht wurden. Die Quelle der Fälschungen ist zurzeit nicht bekannt, jedoch bereits Gegenstand der Ermittlungen durch die trafverfolgungsbehörden. Erste Analysen die vom Arzneimittelkontrolllabor (OMCL) der Behörde durchgeführt wurden ergaben, dass es sich bei den betroffenen Tabletten hingegen vermutlich um authentische Originaltabletten handeln dürfte. So konnte der Wirkstoff bereits analytisch, als in relevanter Menge vorhanden, identifiziert werden.

Es besteht somit der Verdacht, dass bereits abgelaufene Originaltabletten von einzelnen Betrügern oder verbrecherischen Organisationen neu umgepackt und danach illegal auf europäischer Ebene in Verkehr gebracht wurden. Von einer mittleren zweistelligen Zahl an Packungen, die in Österreich im Umlauf waren, wurde etwa die Hälfte bereits vor Auslieferung und Abgabe gestoppt bzw. auf Quarantäne gesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass einige Packungen dieser beiden europaweit gehandelten Chargen bereits an einzelne Patienten abgegeben wurden.

Der Wirkstoff von Jakavi, Ruxolitinib, ist grundsätzlich ein als stabil zu bezeichnender Wirkstoff, sodass – in begrenztem Rahmen – bei Ablauf oder unsachgemäßer Lagerung aus heutiger Sicht keine Anhaltspunkte für eine akute Gesundheitsgefahr gegeben sind. Dennoch ist dieser Sachverhalt aus dem Vorsorgeprinzip nicht mit einer sicheren und wirksamen Arzneimitteltherapie vereinbar, weswegen ein kompletter Rückruf der beiden betroffenen Chargen (s.u.) eingeleitet wurde. Genauere Detailparameter (Vollanalyse) der inkriminierten Chargen zur Identität und Gehalt der Tabletten werden nun in aufwendigen Detailuntersuchungen festgestellt. Diese analytischen Verfahren laufen bereits auf Hochtouren.

Dem BASG liegen zum aktuellen Zeitpunkt für das genannte Arzneimittel keine, für diesen Sachverhalt relevante, Nebenwirkungsmeldungen aus Österreich vor. In Österreich sind folgende Chargen des Arzneimittels betroffen: 
Name Zulassungsnummer Chargennummern

Jakavi 15 mg Tabletten EU/1/12/773/008 SM018, SAD42 Zulassungsinhaber: Novartis Europharm Limited Betroffene Paralleldistributoren: Haemato Pharm GmbH und Abacus Medicine A/S

Für Rückfragen beim BASG steht Ihnen: Dr. Christoph Baumgärtel, +43 (0) 505 55-36004, christoph.baumgaertel@ages.at zur Verfügung

Der Empfängerkreis dieses Schreibens wird ersucht, alle in Ihrem Wirkungsbereich notwendigen Kommunikationsmaßnahmen zu treffen. Es wird darauf hingewiesen, dass auch der Arzneimittelgroßhandel bemüht ist die belieferten Apotheken direkt anzusprechen um den Austausch bis auf Patientenebene erfolgreich durchführen zu können.

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